Skip to main content

Tipps zur Fütterung und Aufzucht von Fohlen

Nach der Geburt des Fohlens gilt es das Pferd bestmöglich auf sein Leben vorzubereiten. Neben Tierliebe und Zuneigung sollten daher ein paar Punkte beachtet werden, damit es ungehindert und gesund aufwachsen kann.

Wichtiges in Kürze:

  • Generell übernimmt die Mutter einen großen Teil der Arbeit bei der Aufzucht und Fütterung. Daher sollte sie auch nach Möglichkeit das erste Jahr nach der Geburt gemeinsam verbringen.
  • Dennoch sollten Sie sich ebenfalls mit der Aufzucht und der korrekten Fütterung von Jungtieren befassen. So können Sie bei Bedarf gegensteuern bzw. Anzeichen für eine Fehlentwicklung erkennen.
  • Im folgenden Beitrag stellen wir Tipps vor, wie das Tier in den einzelnen Phasen nach der Geburt gefüttert werden sollte und was es noch zu beachten gibt.

Fütterung Fohlen und Stute

Im Folgenden finden Sie einige Produkte speziell für die Fütterung von Fohlen und Stuten.

Pavo Podo Grow 20kg

19,45 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

Zuletzt aktualisiert am: 30.06.2016 12:42:25

Kaufen
St. Hippolyt Fohlengold Classic 25 kg

29,38 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

Zuletzt aktualisiert am: 30.06.2016 12:42:14

Kaufen
Havens Fohlen-Aufzucht 25 kg

19,95 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

Zuletzt aktualisiert am: 30.06.2016 12:42:15

Kaufen
Mühldorfer Stutengold 20 kg

23,90 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

Zuletzt aktualisiert am: 30.06.2016 12:42:17

Kaufen
Panto Zucht- und Fohlenmüsli, 1er Pack (1 x 20 kg)

23,53 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

Zuletzt aktualisiert am: 30.06.2016 12:42:18

Kaufen
Balios Stuten – und Fohlenmix 20 kg

20,40 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

Zuletzt aktualisiert am: 30.06.2016 12:42:19

Kaufen
Höveler Fohlenstarter FS 16 25 kg

23,45 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

Zuletzt aktualisiert am: 30.06.2016 12:42:20

Kaufen
Eggersmann Profi Biotin Plus 1 kg

33,36 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

Zuletzt aktualisiert am: 30.06.2016 12:42:22

Kaufen

Ernährung unmittelbar nach der Geburt

Wenn ein Fohlen das Licht der Welt erblickt hat, ist es am besten für das junge Tier, wenn die Mutterstute es selbst säugen kann. Sehr wichtig für seine Überlebenschancen ist es dabei auch, dass es so schnell wie möglich die erste Milch bekommt, auch Kolostrum genannt.

Schon nach 4 bis 8 Stunden ist die Stutenmilch durch die einsetzende Milchsekretion so verdünnt ist, dass die Antikörpermenge dann nur noch 1/6 bis hin zu 1/10 des Anfangswertes des Kolostrums beträgt. Daher ist die Erstmilch so wichtig.

Diese Antikörper aufzunehmen ist für das Fohlen sehr wichtig, denn so wird sein Immunsystem auf das Leben außerhalb des Mutterleibes vorbereitet. Fohlen, die das Kolostrum zu spät oder gar nicht erhalten, werden ein Leben lang anfälliger bleiben oder überleben nicht. Falls ein Fohlen direkt nach der Geburt nicht saugen oder stehen kann, können Sie die Milch mit dem Kolostrum auch abmelken und dem kleinen Lebewesen mit der Flasche geben.

Bei mutterlosen Fohlen wird es mit dem Kolostrum schwierig. Wenn Sie keine Ammenstuten zur Verfügung oder aber ein wenig Erstmilch mit dem überlebenswichtigen Kolostrum für eventuelle Komplikationen nach der Geburt da haben, können die ansonsten brauchbaren Milchaustauscher die Funktion des Kolustrums nicht ersetzen. In diesem Fall kann nur der Tierarzt mit einer Blutplasmaübertragung helfen, den Sie in so einem Fall unbedingt zu Rate ziehen sollten.

Futterplan bei gesunder Mutterstute

Die Stutenmilch deckt in der ersten Zeit normalerweise alles ab, was das Fohlen für seine Entwicklung braucht. Es muss ihm nur Gelegenheit gegeben werden, 24 Stunden bei seiner Mutter bleiben zu können, denn in dieser Zeit wird es ungefähr 50 Mal am Tag Milch in kleinen Mengen aufnehmen. Das Fohlen wird dann auch instinktiv ein wenig frischen Kot von seiner Mutter fressen und sich so mit den wichtigen B-Vitaminen und Darmbakterien selbst versorgen.

Ihr Fohlen wird sich sowohl körperlich als auch psychisch besser entwickeln, wenn es so lange wie möglich beim Muttertier bleiben kann. Es wird mit Nährstoffen versorgt und lernt darüber hinaus instinktiv von ihr das so wichtige Sozialverhalten, aber auch draußen auf der Weide, welche Pflanzen gesund und welche giftig für Pferde sind. Lernt es das nicht, ist später die Gefahr einer Vergiftung viel größer.

  • Neben der Bewegung, die für Fohlen besonders wichtig ist, ist der Aufenthalt mit der Mutter auf der Weide gesund für neu geborene Pferdekinder. Schon mit ungefähr sechs Wochen beginnen sie, die ersten Grashalme zu knabbern, auch vom Beifutter der Mutter zu naschen oder wenn noch kein Gras zur Verfügung steht, das erste Heu zu probieren.
  • Sie können die Nährstoffversorgung Ihres Fohlens absichern, indem Sie ihm pro 100 kg Körpergewicht ungefähr 1 kg Fohlenaufzuchtsfutter (das wird auch häufig Fohlenstarter genannt) geben, und zwar abends. Diesen Fohlenstarter können Sie auch noch mit etwas Quetschhafer mischen, wenn Sie möchten. Es muss aber nicht sein.
  • Es ist wichtig, dies abends zu tun, wenn Sie das Muttertier gemeinsam mit dem Fohlen in die Box holen, damit Ihr Fohlen tagsüber die Möglichkeit hat, das frische Gras auf der Weide zu fressen.
  • Wenn es sich machen lässt, sollte Ihr Fohlen ein Jahr lang bei seiner Mutter bleiben und gesäugt werden können. Häufig werde Fohlen allerdings schon mit zwei bis sechs Monaten abgesetzt.

Fohlenfütterung bei mutterloser Aufzucht

Wie schon gesagt wurde, braucht Ihr Fohlen Antikörper für sein Immunsystem. Auch bei mutterloser Aufzucht wäre die Gabe des Kolustrums sehr wichtig. Geht das nicht, ist es wie gesagt möglich, über Ihren Tierarzt für eine Blutplasmaübertragung zu sorgen.

  • Haben Sie Erstmilch für Ihr Fohlen da, sollte es das in einem Abstand von einer Stunde 6 x körperwarm bekommen, und zwar ungefähr 150 ml bei mittelgroßen Rassen, sonst entsprechend angepasst.
  • Danach können Sie Ihr Fohlen mit einem Milchaustauscher füttern. Diesen Milchaustauscher braucht Ihr Fohlen ungefähr 10 bis 15 Mal pro Tag mit allerhöchstens 4 Stunden Pause in der Nacht. Wenn das Fohlen größer wird, können Sie allmählich auf die Fütterung von 6 bis 8 Mal pro Tag übergehen und die nächtliche Pause bis zu 6 Stunden erhöhen.
  • Die Milchmenge, die Ihr Fohlen von diesem Milchaustauscher braucht, beträgt in der Regel bei mittelgroßen Rassen zuerst 0,2 und später bis zu 0,5 l pro Mahlzeit. Es wird körperwarm gefüttert, zuerst aus der Flasche. Später können Sie dem Fohlen beibringen, auch aus einer Schale oder einem Eimer zu trinken. Es gibt auch spezielle Eimer mit nachgeahmten Zitzen und einer dazu passenden Aufhängevorrichtung in Höhe des mütterlichen Gesäuges im Handel zu kaufen.
  • Bei den Milchaustauschern handelt es sich meistens um wasserlösliche Trockenpräparate. Hier sollten Sie die Gebrauchsanweisung beachten. Honig verbessert für Ihr Fohlen den Geschmack und darf gern hinzu gefügt werden.
  • Ab der dritten Lebenswoche braucht Ihr Fohlen frisch abgesetzten Stutenkot für seine Darmflora, und zwar mehrmals. Sie können dann auch beginnen, ihm Heu, Gras und ein Fohlen-Ergänzungsfutter dazu zu füttern.
  • Wenn Ihr Fohlen ungefähr drei Monate alt ist, können Sie beginnen, die Milchmenge zu reduzieren und die Menge des Fohlenstarters zu erhöhen. Wenn Ihr Fohlen in der Lage ist, ungefähr 1,2 kg Fohlenstarter/Quetschhafer-Gemisch pro 100 kg Körpergewicht zu fressen, können Sie die Ersatzmuttermilch absetzen.

Was braucht Ihr Absatzfohlen?

Wenn Ihr Fohlen nicht mehr mit der Stute zusammen läuft oder falls mutterlos, keine Ersatzmilch mehr bekommt, kommt es immer auf die Qualität von Weide oder Heu an, wie viel Beifutter es sonst noch braucht. Fohlen brauchen besonders viele hochwertige essentielle Aminosäuren und B-Vitamine, die selten im Gras und Heu in ausreichender Menge enthalten sind

Fütterung & Aufzucht von Fohlen

Quelle: Véronique Mestre Gibaud/ Wikipedia

Durchschnittlich haben Fohlen den folgenden Bedarf an Beifutter zum Heu und Gras pro 100 kg Körpergewicht:

  • Ab dem 3. Monat 0,5 kg Fohlenstarter und 0,5 kg Quetschhafer
  • Vom 6. bis 12. Monat 0,75 kg Fohlenstarter und 0,75 kg Quetschhafer
  • Vom 13. bis 18. Monat 0,25 kg Fohlenstarter und 0,25 kg Quetschhafer
  • Vom 19. bis 24. Monat 0,25 kg Fohlenstar4ter und 0,5 kg Quetschhafer
  • Ab dem 30. bis 36. Monat muss kein Fohlenstarter mehr im Beifutter enthalten sein. Ihr Fohlen hat dann nur noch einen Beifutterbedarf von ca. 0,65 kg pro Tag und 100 kg Körpergewicht. Sie dürfen dann hier ein beliebiges Ergänzungsfutter für Fohlen dieses Alters auswählen.

Zusätzlich braucht Ihr Fohlen genug Weidegang und/oder Heu, und zwar ad libidum.

  • Es darf außerdem ab dem 6. Monat bei mittlerer Größe ca. 2 kg Möhren gesteigert bis zu 6 kg im 36. Lebensmonat dazu bekommen.
  • Ab dem 30. Lebensmonat darf es auch Futterrüben fressen, und zwar bis zu 4 kg am Tag, wenn es eine mittlere Größe hat.

Fohlen sind besonders empfindlich

Im Prinzip sind bei Fohlen genau die gleichen Dinge gefährlich wie bei erwachsenen Pferden. Umso länger Fohlen mit erwachsenen Pferden, vor allen Dingen der Mutter, auf der Weide laufen können und umso größer dort das Pflanzenspektrum ist, umso eher werden Fohlen lernen, welche Pflanzen auf der Weide und im Knick für sie gut und welche schlecht sind.

  • Die Aufnahme von Giftpflanzen zu vermeiden lernen Fohlen von den erwachsenen Tieren, sie haben lediglich den Instinkt, ihnen das abzuschauen, aber keinen Instinkt dafür, welche Pflanzen giftig sind, wenn sie es nie gelernt haben.
  • Weiterhin gefährlich sind für Fohlen Schadstoffe im Heu, in der Heulage oder der Silage oder auch in der Einstreu.
  • Zusätzlich sollten Sie wissen, dass frisch geborene Fohlen anders als andere Pferde keinen Zugang zu einem Salzleckstein haben sollten. Der muss so aufgehängt werden, dass nur die Muttertstute heran kommt, denn Fohlen bekommen von zu viel Salz gern Durchfall und trocknen dann aus.

Tipps zur Aufzucht

Außer der Ernährung Ihres Fohlens tun Sie dem Tier einen großen Gefallen, wenn Sie für möglichst viel Fohlengesellschaft sorgen. Es braucht außer seiner Mutter nämlich auch den Kontakt mit anderen Fohlen, um sich gut entwickeln zu können.

  1. Umso umfangreicher die Herde mit erwachsenen und Jungtieren ist, umso besser lernt Ihr Fohlen das für Pferde so wichtige Sozialverhalten. Das ist auch für seine Ernährung später wichtig, denn nur ein Pferd, das sozialisiert ist, kann sich später gut in einer Herde behaupten und integrieren.
  2. Für seine körperliche Entwicklung ist das Laufen und Spielen eine wichtige Voraussetzung. Ein Fohlen braucht im Wachstum jeden Tag genug Platz zum Laufen und Toben, denn nur so kann es sich gesund entwickeln, und zwar im Sommer und im Winter, wo ihm auch ein großer Auslauf zur Verfügung stehen sollte.
  3. Stellen Sie Ihr Fohlen außerdem regelmäßig einem Tierarzt vor. Er wird Ihnen sagen, wann es geimpft, entwurmt und eventuell aus anderen Gründen behandelt werden sollte.
  4. Üben Sie mit dem Fohlen rechtzeitig das Laufen am Halfter und das Hufegeben. Wenn es das früh lernt, haben Sie später keine Probleme damit. Der Hufschmied sollte schon früh und dann regelmäßig kommen. Ob er etwas Feilen oder Schneiden muss, entscheidet er dann selbst.

Fazit

Wenn sich Ihr Fohlen gut entwickelt, brauchen Sie nicht immer einen Spezialisten für Pferdeaufzucht, der Ihnen hilft. Zögern Sie aber bei eventuellen Fragen nicht zu lange. In Bezug auf die richtige Fütterung von Fohlen haben alle guten Futtermittelhändler Fachkräfte, die Ihnen die Ratschläge geben können, die Sie brauchen.

Zudem sollten Sie die Chance nutzen, die Mutter bei der Fütterung und Aufzucht des Fohlens einzuspannen. So kann das Fohlen von den Nährstoffen aus der Milch profitieren und es erlernt das Sozialverhalten, welche Pflanzen giftig sind und vieles mehr.


Ähnliche Beiträge



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *