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Mineralfutter für Pferde

Die Ernährung von Pferden muss ausgewogen gestaltet werden, dazu zählt auch eine ausreichende Abdeckung an wichtigen Mineralstoffen, Spurenelementen sowie Vitaminen.

Der Bedarf an Mineralien unterscheidet sich, da nicht jedes Pferd die aufgenommene Nahrung in der gleichen Weise verarbeiten kann. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Mineralien in Mineralfutter enthalten sind und für welche Vorgänge sie verantwortlich sind.

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Eine ausgewogene Ernährung kann ausreichend sein, dennoch gibt es am Markt unterschiedliche Basisstoffe, die zugefüttert werden können. Die Mineralien für Pferde gibt es als Mineralfutter-Mischungen, die auf das Pferdealter abgestimmt sind. Hier finden Sie Angebote auf Amazon.

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Bedarf an Mineralien

Leider ist es nicht ganz so einfach, dass einfach ein bestimmter Futterplan, der sich bewährt hat, auf alle Pferde übertragbar ist.

Unterschiedlicher Bedarf

Pferde sind ganz wie Menschen individuell. Das gilt auch für den Bedarf an Mineralien und Vitaminen.

  • Das eine Tier hatte bereits Vorerkrankungen und benötigt bestimmte Spurenelemente in einer erhöhten Form, andere nicht.
  • Ein Tier im Wachstum hat einen ganz anderen Bedarf als ein erwachsenes Pferd oder eine trächtige Stute.
  • Auch die Pferderassen untereinander haben einen anderen Bedarf an Mineralien. Was für die eine Rasse gilt, gilt leider nicht für die andere.

Gehemmte Aufnahme

Die Mineralien stehen zueinander in Wechselwirkung, daher kann ein Teil des Futters möglicherweise nicht korrekt verarbeitet werden.

  • Das bedeutet, wenn zu viel von Stoff A aufgenommen wird, kann Stoff B gar nicht erst aufgenommen werden. Da die Aufnahmestellen durch Stoff A blockiert sind.
  • Als Beispiel für diese gehemmte Aufnahme ist das Calcium-Phosphor-Verhältnis zu nennen. Daher sollte bei der Fütterung auf ein bestimmtes Verhältnis geachtet werden.

Art der Aufnahme

Die Mineralien werden ja bereits über das Raufutter, das Kraftfutter sowie das Wasser aufgenommen.

  • Manche Futtermischungen haben einen Schwerpunkt mit bestimmten Mineralien, bestens geeignet, falls ein Mangel vorliegt.
  • Schlecksteine bieten eine Grundversorgung mit den wichtigsten Mineralien. Das Pferd deckt den Bedarf dabei selbstständig.
  • Wenn es nötig sein sollte, können auch über Nahrungsergänzungsstoffe weitere Mineralien zugeführt werden. Die Präparater werden meist in Pulverform angeboten.

Lebenswichtige Mineralien

Im Folgenden finden Sie Mineralien und Spurenelemente für Pferde, die häufig zugefüttert werden, natürlich gibt es noch viele weitere, die im Einzelfall Sinn machen können.

Getreide Futter

Quelle: M.E. Kroon/ Wikipedia.org

Weder Unterversorgung noch Überversorgung sind anzuraten, da sonst Krankheiten oder eine andere Mangelerscheinungen auftreten können.

  • Elektrolyte: Elektrolyte ermöglichen sämtliche Prozesse, die zwischen Zellen ablaufen. In einer wässrigen Lösung können sie elektrischen Strom leiten und ermöglichen dadurch die Kommunikation auf Zellebene. Die chemischen Verbindungen sind u.a. in Magnesium, Calcium und Natrium enthalten.
  • Kalium, Natrium und Chlor: Sie regeln den Wasserhaushalt und tragen zur Funktionsfähigkeit von Zellen bei, u.a. durch osmotischen Druck. Dieser steuert den Flüssigkeitsaustausch zwischen Zellen. Die Deckung des Bedarfs kann über einen Leckstein gewährleistet werden.
  • Magnesium für Pferde: Magnesium ist elementar für Aufbau und Erhaltung von Muskulatur und Skelett. Gerade bei hoher Leistung ist der Magnesiumbedarf erhöht. Damit die Leistungsbereitschaft erhalten bleibt, kann eine Magnesium Zugabe zum Futter empfehlenswert sein. In der Natur kommt Magnesium in Sonnenblumenkernen und weiteren Kernen, Spinat und Beerenobst vor. Es ist aber auch in Leitungswasser mit ausreichender Wasserhärte sowie Heilwassern vorhanden.
  • Calcium: Calcium ist ebenfalls ein Mineral, das im Pferdefutter nicht fehlen darf. Es ist wichtig für Erhaltung von Knochen und Zellen, aber es darf aber auch kein Calciumüberschuss vorliegen, da sonst die Aufnahme anderer Spurenelemente gehemmt sein kann. In der Natur kommt Calcium reichlich in Löwenzahn oder Rucola vor. Auch in Milch ist viel Calcium enthalten.
  • Phospor: Phospor ist wichtig für die Knochen, kann aber bei Überfütterung zu Krankheiten führen. Zudem ist auf ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnisse im Mineralfutter zu achten, damit langfristig keine Knochenschädigung entsteht. Eine ausreichende Phospor Versorgung wird durch Fütterung mit Getreide, Weizenkleie und Leinsamen erreicht.
  • Zink: Zink ist zur Erhaltung der Gesundheit und Schönheit von Haut, Haaren und Horn förderlich. Auch die Wundheilung und Regeneration ist von Zink abhängig. Zu wenig Zink kann sich also in Krankheiten und schlechtem äußeren Zustand (Haarausfall, raue Haut) des Pferdes äußern. In Weizenkleie oder Haferkörnern ist ein hoher Zinkanteil vorhanden.
  • Kupfer: Kupfer ist ausschlaggebend für die Stabilität und Regeneration des Bewegungsapparates und damit verantwortlich für die Beweglichkeit des Pferdes. Daher ist bei einem Schaden an den Sehnen oder Knorpeln der Kupferbedarf erhöht. Kupfer kommt in Hafer und Weizen und in extremer Form in Hagebutten vor.
  • Eisen: Eisenmangel kann sich in Müdigkeit oder einem Leistungsabfall äußern. Denn Eisen steuert zentrale Funktionen im Stoffwechselsystem des Pferdes und transportiert Sauerstoff zu den Organen. Ein hoher Eisenanteil ist in Getreide wie Hirse, Gerste und Hafer zu finden.
  • Mangan: Mangan spielt eine wesentliche Rolle für die Gesundheit des Pferdes. So kann sich ein Mangel in der Erkrankung von Haut und Knochen oder der Nerven zeigen. Auch Störungen in Wachstum und Fruchtbarkeit können eine Folge sein. Ein hoher Anteil an Mangan ist in Brennnesseln, Haferflocken oder Hagebutten gegeben.
  • Kobalt: Kobalt ist für die körpereigene Gewinnung von Vitamin B12 (Wichtig für Blutbildung) notwendig. Ein Mangel an Kobalt kann sich in Blutarmut sowie Wachstums- und Hautstörungen äußern. Kobalt wird über das Raufutter aufgenommen.
  • Jod: Jod ist ein Spurenelement das Stoffwechselprozesse beeinflusst, ein Mangel führt zu Lust- und Appetitlosigkeit. Dadurch folgen Unterversorgung und weitere Mangelerscheinungen. In manchen Regionen kommt weniger Jod in der Nahrung vor, in diesem Fall sollte jodiertes Salz zugefüttert werden.
  • Selen: Das Spurenelement Selen trägt zum Schutz und Abbau von Schwermetallen bei und unterbindet die Entstehung von schädlichen Stoffen. In pflanzlichen Produkten ist Selen kaum vorhanden, die Zugabe kann mit Hilfe eines Lecksteins erfolgen.

Vitamine für Pferde

Neben Mineralien dürfen auch Vitamine für Pferde nicht fehlen, sie sind ebenfalls Voraussetzung für das Wohlbefinden und die Stärke des Abwehrsystems.

Früchte und Vitamine

Quelle: Wikipedia.org

Vitamin A-E benötigt das Pferd zur Stärkung und Regeneration unterschiedlicher Körperfunktionen. Die Vitamine haben Einfluss auf den Stoffwechsel, Immunsystem, Funktionalität unterschiedlicher Organe sowie Blutgerinnung und Wachstum.

Im Folgenden ist die Bedeutung von einzelnen Vitaminen beschrieben:

  • Vitamin A: Vitamin A ist ein Vitamin, das für Vorgänge und Organe im Körper notwendig ist, dazu gehören Stoffwechselfunktionen, die Sehkraft, Fähigkeit sich fortzupflanzen, Haut und die Abwehrkräfte. Alternativ kann Vitamin A über Karotten zugefüttert werden.
  • Vitamin E: Vitamin E ist für die Stärke der Herz-Kreislaufmuskulatur förderlich und schützt die Zellmembran. Das Vitamin kommt vor allen in pflanzlichen Ölen vor, wie beispielsweise Weizenkeimöl, es kann jedoch auch synthetisch hergestellt werden.
  • Vitamin D und D3: Das Skelett, die Belastbarkeit und Festigkeit von Gelenken und Knochen wird durch Vitamin D erhöht. Das Vitamin kommt in pflanzlichen Erzeugnissen kaum vor, außer in Champions oder Avocado. In tierischen Erzeugnissen hingegen verstärkt, wie Lebertran oder Milch. Gerade im Fohlenalter ist die Aufnahme über die Milch besonders wichtig für die Entwicklung.

Der Mix machts

Bei den obigen aufgeführten Spurenelementen und Vitaminen ist ersichtlich welche große Rolle sie für die Gesundheit des Pferdes spielen. Sie regeln zentrale Prozesse auf Zellebene in Muskeln, Knochen, Blut und den Organen. Darüber hinaus sind Mineralien für Pferde wichtig zur Stärkung des Immunsystems und helfen bei der Regeneration von Verletzungen.


Im Video erhalten Sie grundsätzliche Tipps was die Pferdefütterung anbelangt.

Damit der richtige Mineralfutter-Mix für das Pferd gefunden werden kann, sollten regelmäßig die Werte (Blutbild etc.) analysiert werden. Bei Mangelerscheinungen sollten zunächst die Ursachen identifiziert werden. Oft kann durch eine Futterumstellung Abhilfe geschaffen werden. Mit Fachkenntnis lässt sich die Mischung selbst herstellen, alle Ungeübten können jedoch auch eine fertige Minerlfutter Mischung für Pferde kaufen.

Leser Kommentare


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Kommentare


K. Holz 16. März 2015 um 9:03

Das sind die Erfahrungen, die ich gemacht habe:

Bekanntlich braucht so ein kleines Pony ja nicht viel Futter und wird leicht zu dick. Mein Pferd hat deshalb anfänglich von uns kein Zusatzfutter bekommen, sondern nur Heu und im Sommer das Gras auf der Weide.

Sie litt jahrelang am Sommerekzem, was wir einfach nicht in den Griff bekommen haben, bis mir in einem Forum geraten wurde, es bei ihr doch einmal mit einem Mineralstoffkonzentrat zu versuchen, das sie ja nur löffelchenweise dazu bekommen müsste.

Seit wir das geben, ist der Spuk mit dem Sommerekzem vorbei. Es geht Fanilla gut. Ich kann Euch leider nicht sagen, was genau ihr nun gefehlt hat, denn in diesem Mineralfutter sind ja viele Sachen drin, zusätzlich auch noch Öle, Vitamine und einiges mehr.

Aber dass ihr vermutlich ein Mineralstoff gefehlt haben wird, liegt für mich auf der Hand.

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