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Maisflocken für Pferde

Wenn Mais an Pferde verfüttert wird, dann sind die hoch aufgeschlossenen und deshalb gut verdaulichen Maisflocken die Mais-Variante der Wahl, auf die Sie zurückgreifen sollten.

Maisflocken werden von den meisten Pferden gern gefressen. Sie sind knusprig und riechen ausgesprochen appetitlich. Bei der Menge ist trotzdem Vorsicht geboten, denn nicht jedes Pferd verträgt große Mengen Maisflocken. Im Beitrag stellen wir vor, welche Fütterformen empfehlenswert sind, welche Futtermenge empfohlen wird und welche wertvollen Inhaltsstoffe Mais bietet.

Mais stammt aus Amerika, nämlich in erster Linie Mexiko und Peru. Die Spanier waren die ersten Europäer, die Mais mit auf unseren Kontinent brachten, um damit Pferde zu füttern.

Maisflocken für Pferde kaufen

Das Kraftfutter als Flocken oder Maiscobs wird gerne bei einer gewünschten Gewichtszunahme gefüttert. Sie können bequem online Maisflocken für Ihr Pferd kaufen, die Mischungen sind als 15kg – 25kg Packungen erhältlich.

  • Hoher Energiegehalt
  • Bei gewünschter Gewichtszunahme
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Besonderheiten von Mais

Mais liefert viel Energie und ist in Deutschland leicht und günstig erhältlich. Die Futterpflanze bietet jedoch noch weitere Vorteile.

  • Es wird gesagt, Mais macht Pferde ruhig, weil das darin enthaltene Eiweiß schlecht verdaulich ist. Daher ist es nur ein kurzfristiger „Vorteil“.
  • Mais enthält auch wenig Fett, dafür allerdings einen besonders hohen Anteil an Kohlenhydraten, nämlich 70 % im Vergleich mit 60 % bei Gerste und nur 45 % bei Hafer.
  • Der hohe Kohlenhydratanteil macht Mais deshalb zu einem Energielieferanten, der beim Leistungssport für Pferde geschätzt wird, weil diese Energie schnell freigesetzt werden kann. Auch Zuchtstuten im letzten Trächtigkeitsdrittel brauchen besonders viel Energie und vertragen genauso wie Pferde im Hochleistungssport Mais im Allgemeinen gut.

Futtermenge an Mais

Nicht jedes Pferd macht heute Leistungssport oder wird als Zuchtstute eingesetzt. Wenn Sie Ihr Pferd nur wenig fordern oder eines halten, das seinen Ruhestand genießt, sollten Sie mit der Maisfütterung vorsichtig sein.

Denn Mais ist oft Bestandteil des Kraftfutters. Davon sollte das Pferd nicht zu viel bekommen

  • Pro Fütterung nie mehr als 0,5 kg Kraftfutter pro 100kg Gewicht
  • Der Anteil am Kraftfutter sollte gering sein (rund 10%, außer bei hoher Belastung bis zu 25%)

Die Futtermenge an Mais ist immer in Abhängigkeit von Bewegungsintensität, Rasse, Alter und dem sonst gefütterten Kraftfutter zu sehen.

Vorsicht bei zu viel Mais

Zu viel Mais kann Hufrehe, das Sommerekzem und allgemein eine erhöhte Allergieneigung und eine Entgleisung des Immunsystems auslösen.

Zu viele leicht verwertbare Kohlenhydrate, wie Mais sie liefert, sind für ältere oder wenig geforderte Pferde und solche, die ohnehin schon Probleme mit ihrem Immunsystem haben, nicht gesund.

  • Eine kleine Menge Maisflocken allerdings dürfen Sie auch solchen Pferden gelegentlich uns sparsam bemessen einmal gönnen.
  • Mais kann in unterschiedlicher Form zugefüttert werden, in trockener Form, frisch kleingehäckselt oder vergoren als Silage.

Beobachten Sie aber dabei genau, ob diese kleine Menge Ihrem Pferd auch gut tut. Lecker finden die knusprigen Maisflocken selbstverständlich auch Pferde im Ruhestand.

Maisflocken statt Bruchmais

Besonders wichtig ist bei der Maisfütterung, dass der angebotene Mais für Pferde gut verdaulich ist. Maisstärke aus Maiskörnern oder Maisschrot beziehungsweise Bruchmais ist besonders stark vernetzt. Sie kann so im Dünndarm der Pferde nicht gut aufgespalten werden und besonders bei großen Mengen in den Dickdarm gelangen.

Maisflocken können einfach verdaut werden, ganze Maiskörner hingegen können nicht so gut aufgespalten werden und in den Dünndarm gelangen, was auf Dauer nicht gesund ist.

Das gilt nicht nur für alte und wenig geforderte Pferde, sondern auch Zuchtstuten und Pferde im Leistungssport. Gelangt zu viel unverdaute Maisstärke in den Dickdarm des Pferdes, verschiebt sie das Darmmillieu dort in Richtung sauer. Das schädigt die Darmschleimhaut und führt zu einem Teufelskreis.

Es werden nicht mehr genug flüchtige Fettsäuren aufgenommen, die Pferde dringend für ihren Stoffwechsel brauchen. Außerdem sterben massenhaft Cellulose-spaltende Bakterienstämme ab, deren Zellwandbestandteile als Endotoxine durch die geschädigte Darmwand in die Blutbahn gelangen und dort Hufrehe auslösen, die Leber belasten und vieles mehr bewirken können, das Pferde schwer krank machen kann.

Deshalb sind Maisflocken, weil sie aufgeschlossen und leichter verdaulich sind, bei Maisfütterung auf jeden Fall die bessere Wahl.

Mais für Pferde

Quelle: Jamain/ Wikipedia.org

Fazit Maisfütterung

Wenn Sie Mais verfüttern möchten, entscheiden Sie sich auf jeden Fall für die leicht verdaulichen Maisflocken. Pferde lieben dieses gut riechende, wohlschmeckende und knusprige Getreide. Wenn Ihr Pferd viel leistet oder hochträchtig ist, darf die Portion auch einmal etwas größer werden.

Maissilage

Quelle: Alexander von Halem/ Wikipedia.org

Seien Sie trotzdem vorsichtig und probieren Sie aus, wie viel für das Tier bekömmlich ist. Besonders vorsichtig müssen Sie bei Maisflocken sein, wenn Sie Ihr Pferd nicht stark fordern, es bereits im Ruhestand ist oder wenn es zu Hufrehe, dem Sommerekzem oder zu Kreuzverschlag neigt, denn diese Pferde brauchen mehr Fett, mehr gut verdauliches Eiweiß, aber wenig Kohlenhydrate im Futter.

Kleinere Mengen an Maisflocken sind eine kleine Diätsünde, die allerdings auch diese Pferde zu schätzen wissen. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass es nicht zu viel des Guten wird.

Kommentare von Lesern


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Kommentare


Renate 14. Januar 2015 um 2:02

Hei,

obwohl mein Pony zu Hufrehe neigt, füttere ich ab und zu Maisflocken an unsere beiden Pferde. Ihr Freundin, eine Holsteinerin, bekommt meistens 3 Suppenkellen voll über ihr Seniorenmüsli, mein Renepony nur eine Suppenkelle voll.

Ich habe Maisflocken auch nicht immer im Haus, aber oft. Die Pferde lieben sie. Ich persönlich finde auch, dass die ausgesprochen gut riechen und so schön knusprig sind.

Das unsere Kleine Hufrehe bekommen hat, hatte noch nie den Grund, dass Ihr diese Müslimischung nicht bekommen wäre, sondern es waren Vergiftungen durch Sumpfschachtelhalm, Eicheln oder Schimmel in der Heulage und im Heu, zu viel Selen in einem mineralisierten Futter, das ihr jemand hinter meinem Rücken in großen Mengen gegeben hat oder auch einmal eine falsche Hufbearbeitung und viel zu starkes Ausschneiden der Hufsohle sowie extremes Kürzen der Trachten.

An den paar Maisflocken hat es nie gelegen, das möchte ich an dieser Stelle einmal berichten.

LG
Renate

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