Skip to main content

Leinöl für Pferde

Leinöl wurde in der Pferdefütterung zwar schon früher genutzt. Jedoch findet es seit einigen Jahren verstärkt Einzug in Futtermittel, auch aufgrund der wertvollen Inhaltsstoffe, wie den ungesättigten Fettsäuren.

Leinöl wird in Pellets-Form oder als Öl angeboten und kann einen täglichen Bestandteil des Futters sein. In dem folgenden Beitrag stellen wir vor, welche Inhaltsstoffe Leinöl so besonders machen, wann es gefüttert werden sollte und in welcher Menge es empfohlen wird.

Leinöl für Pferde kaufen

Sie können bequem online das Leinöl für Pferde kaufen. Ob die Leinsamen so gefüttert werden, in Pellet Form oder als Öl, ist den Pferdehaltern überlassen. Bei Ölen sind Sie auf der sicheren Seite, denn sie wurden getestet und für gut befunden. Bei Leinsamen sollten Sie sich auskennen, denn es gibt Varianten, die für Pferde weniger geeignet sind.

  • Achten Sie auf kalt gepresstes Öl
  • Fördert Haut- und Fellbeschaffenheit
  • Reich an Mineralstoffen

Wann wird Leinöl empfohlen

Generell profitiert jedes Pferd von einer gewissen Menge Leinöl oder Leinsamen im Futter. Es ist ein Lieferant vieler wertvoller Fettsäuren, stärkt das Immunsystem und kann bei Erkrankungen Abhilfe schaffen.

  • Besonders Pferde, die zu Überreaktionen des Immunsystems neigen, brauchen aber mehr davon. Das sind Pferde, die zum Sommerekzem, zu Hufrehe, zum Equinen Metabolischen Syndrom auch ohne Hufrehe-Neigung oder zur Equinen Polysaccharidspeichermyopathie (EPSSM) und damit auch oft zum Kreuzverschlag neigen.
  • Auch Pferde mit Arthrose und anderen rheumatischen Erkrankungen profitieren von eher größeren Mengen an Leinöl.

Inhalt: Omega-3-Fettsäuren

Pferde sind Säugetiere und brauchen als solche die essentiellen Fettsäuren Omega-6 sowie Omega-3 für die Prostaglandinsynthese. Lange war allerdings nicht bekannt, wie wichtig ein ausreichender Anteil von Omega-3-Fettsäuren gegenüber den Omega-6-Fettsäuren dabei ist, weil die Wissenschaft noch nicht genug über die genaue Funktionsweise der einzelnen Prostaglandine wusste.

  • Inzwischen gibt es viele neue Erkenntnisse, die sich auch in der Pferdefütterung seit nunmehr ungefähr 10 Jahren durchsetzen. Liegt der Anteil an Omega-3-Fettsäuren gegenüber den Omega-6-Fettsäuren zu niedrig, können sich aus der Arachidonsäure zu viele Prostaglandine bilden, die zu einer Überreaktion des Immunsystems führen können.
  • Und das macht genauso krank wie ein Immunsystem, das nicht ausreichend aktiv ist. Darüber hinaus ist Leinöl förderlich für eine gesunde Darmflora und kann den Fellwechsel unterstützen.

Dosierung von Leinöl

Auch wenn beim Menschen klar ist, dass Fischöle unter allen Ölen die besten Lieferanten für Omega-3-Fettsäuren sind, so fressen Pferde derartige Öle nicht gern. Schließlich sind sie ja Pflanzenfresser.

Die tägliche Zugabe hängt von anderweitigem Futter, der Situation des Pferdes und Belastungsintensität ab:

  • Jungpferde ca. 25ml/ Tag
  • Ausgewachsene Großpferde 50 – 70ml/ Tag
  • Leistungspferde bis zu 300ml/ Tag

Da Leinöl einen Anteil von 50% Omega-3-Fettsäuren enthält, hat es damit den höchsten Anteil aller pflanzlichen Öle. Bei einer täglichen Fütterung kann das Tier mit einem pflanzlichen und schmackhaften Öl versorgt werden, das auch noch ausreichend Omega-3-Fettsäuren bietet.

Folgen von zu viel Leinöl

Jeder Stoff kann zum Gift werden, wenn man es übertreibt, auch wenn er generell sehr gesund ist. Es liegt auf der Hand, dass ein Futtermittel, das in der Prostaglandinsynthese das Immunsystem hemmt, in zu großen Mengen ungesund ist.

  • Es ist wichtig, Leinöl in ausreichender Menge, aber nicht im Übermaß zu verfüttern und dabei zu berücksichtigen, dass Pferde auch genug Omega-6-Fettsäuren bekommen, die beispielsweise in Sonnenblumenkernen oder Sonnenblumenöl reichlich enthalten sind.
  • Bei allen Ölen, die essentielle Fettsäuren enthalten, sollte man darauf achten, dass es kaltgepresste Öle sind, denn essentielle Fettsäuren können nur verstoffwechselt werden, wenn sie noch lebendig sind. Da Öle bei Hitze nicht mehr lebendig sind, sind sie nutzlos für die Prostaglandinsynthese und nur noch reine Energielieferanten. Das wäre aber schade um diese gesunden Öle wie Leinöl.
Leinöl in Presskuchen-Form

Quelle: Viktorschauberger/ Wikipedia.org

Fazit

Leinöl ist ein Öl, von dem generell jedes Pferd profitiert. Aber es ist besonders für Pferde geeignet, deren Immunsystem zu Überreaktionen neigt, denn mit Leinöl können diese Überreaktionen ausgeglichen werden. Wichtig ist die langfristige, also dauerhafte Anwendung. Das sollte aber maßvoll und nicht übertrieben gemacht werden, denn zu viel Leinöl wiederum ist ungesund.

Maßvoll heißt, dass die Futtermenge genau auf das Pferd angepasst wird. Wie bei allen Futteranpassungen sollte die Umstellung langsam und Schrittweise erfolgen. Dokumentieren Sie die Futtermengen und beobachten Sie alle stattfindenden Veräderungen.


Ähnliche Beiträge



Kommentare


Peter Schaffarth 28. Juli 2016 um 16:04

Hallo.
Meine Frage:
Ist Leinöl, dass letztendlich an Pferde verfüttert wird, von gleicher Beschaffenheit, wie das für die menschliche Ernährung?
Anlass ist ein versehentliche Benutzung des „Pferde Leinöls“ für die Küche. Muss ein Arzt aufgesucht werden?

Mit freundlichem Gruß

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *