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Ingwer für Pferde

Ingwer gehört erst seit einigen Jahren zu den natürlichen Stoffen, die Pferdehalter als hilfreich bei Schmerzzuständen von Pferden entdeckt haben.

Die Ingwerknolle kann, wenn sie richtig eingesetzt wird, ein natürliches Heilmittel darstellen. Im Beitrag finden Sie Informationen zur Wirkung von Ingwer, wann es zur Fütterung empfohlen wird und was es noch zu beachten gibt.

Ingwer für Pferde kaufen

Da es unterschiedliche Arten von Ingwer gibt und teilweise auch große Mengen benötigt werden, kann ein Konzentrat bzw. Pulver die richtige Wahl sein. Ingwer für Pferde können Sie bequem online bestellen.

  • Hoher Gingerolgehalt
  • Schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung

Einen schnellen Überblick über die positiven Eigenschaften von Ingwer bekommen Sie auch im folgenden Video.

Es gibt viele Sorten von Ingwer. Besonders wirkungsvoll ist hauptsächlich der aus Tansania kommende Ingwer, weil er mit 2 bis 3 % Gingerolen und Shogaolen (Scharfstoffen) ausgestattet ist. Eine ähnlich hohe Konzentration an Gingerolen enthält Ingwer aus Indien.

Wirkungsweise von Ingwer

Ingwer ist ein natürliches Heilmittel, und hat ähnlich wie Teufelskralle eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung.

Die Scharfstoffe im Ingwer wirken ähnlich wie nichtsteriodale Entzündungshemmer (abgekürzt auch NSAIDs genannt). Dazu gehören Schmerzmittel wie Ibuprofen und Aspirin und in der Pferdeheilkunde das berüchtigte Schmerzmittel Equipalazone. Sie docken wie diese Schmerzmittel an genau die gleichen Rezeptoren an und hemmen so den Schmerz und die Entzündung.

Ingwer als Schmerzmittel

Schmerzen treten bei Pferden beispielsweise bei akuten Sehnenentzündung, Muskelzerrung, Verletzung und vielem mehr auf. In diesem Fällen können Sie mit Schmerzmitteln Abhilfe schaffen, auch Ingwer kann dabei helfen.

Bedenken Sie aber, dass die Unterdrückung des Schmerzes nicht heilt. Es ist auch darauf zu achten, dass das Pferd aufgrund der unterdrückten Schmerzen keine schädliche Verhaltensweisen an den Tag legen kann. Ein Pferd mit einer akuten Hufrehe könnte galoppieren und springen und so die Rotation des Hufbeins noch verschlimmern, was es nicht täte, wenn es vorsichtig im Schritt ginge, wenn der Schmerz weiterhin wahrzunehmen wäre.

Ist der Schmerz extrem, was besonders bei Hufrehe und Sehnenentzündungen oft anfangs so ist, können schmerzsenkende Maßnahmen Sinn machen. Eine dauerhafte Schmerzmittelgabe hat jedoch noch niemand geheilt. Genauso wie die oben genannten Schmerzmittel wird auch Ingwer auf Dauer die Magenschleimhaut und die Speiseröhre angreifen und kann auch die Gallenfunktion empfindlich stören. Bei der Gabe von Ingwer bei Hufrehe ist jedoch Vorsicht geboten, da Ingwer den Magen reizen kann und dadurch Stoffwechselgifte entstehen können, die Hufrehe begünstigen.

Ingwer bei chronischen Schmerzen

Einem Pferd chronische Schmerzen zu nehmen, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist, ist wiederum eine Überlegung wert.

Bevor Sie auf ein lediglich schmerzlinderndes Naturprodukt länger als eine Woche zurückgreifen, sollten Sie sich den Rat eines Tierarztes einholen. Es gibt wirkungsvolle Naturprodukte, die nachweislich Ihrem Pferd bei Arthrose helfen können, wenn es noch nicht zu weit fortgeschritten ist.

Das sind zum Beispiel Chondroitin- und Glukosaminpräparate, denn die können den Wiederaufbau der Gelenke fördern. Wenn hier noch eine Chance besteht, der Schmerz aber aktuell zu groß ist, mag für eine kurze Weile die zusätzliche Gabe von Ingwer sinnvoll sein.

Dosierung von Ingwer

Da jedes Pferd eine eigene Vorgeschichte an Vorerkrankungen und Co. hat und individuell auf Futterumstellungen reagiert, sollte die Verabreichung und Dosierung von einem Tierarzt bzw. einem fachkundigen Pferdehalter überwacht werden.

  • In der Regel gilt, dass gesunden Pferden Ingwer zur Prophylaxe bzw. Leistungssteigerung verabreicht werden kann, die Menge liegt bei 1,5g bis 2g je 100kg Gewicht und sollte langsam angehoben werden, zeitweise wieder abgesetzt und ständig beobachtet werden,
  • Pferde mit chronischen Krankheiten zur Linderung der Schmerzen kann auch deutlich mehr Ingwer verabreicht werden, jedoch gilt auch hier, langsam beginnen, beobachten und die Menge anpassen. Kurzfristig kann die Menge sogar 5g/ 100kg Gewicht übersteigen.

Fazit

Ingwer hat nicht nur gewisse Schärfe, sondern auch erstaunliche Wirkungsweisen. Die Fütterung sollte jedoch mit Sachverstand erfolgen, dann kann Ingwer sein ganzes Potenzial entfalten.

Ingwer für Pferde

Quelle: Bhaskaranaidu/ Wikipedia.org

Sind die Abnutzungserscheinungen Ihres Pferdes durch die Arthrose zu groß und Ihr Tierarzt vertritt die Auffassung, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist, kann Ingwer am Ende des Lebens seine Leiden lindern, aber wie gesagt nicht heilen.

Auch bei akuten Schmerzzuständen kann die Ingwergabe von nicht länger als einer Woche Sinn machen, sollte aber bei einer Chance auf Heilung dann nach Möglichkeit nicht länger dauern.

Leser Kommentare


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Kommentare


Sandra 5. März 2015 um 1:25

Hallo,

es ist interessant, aber auch ein bisschen beängstigend, was Ihr hier über Ingwer schreibt. Beängstigend deswegen, weil ich unserem alten Isländer schon länger Ingwer unter sein Futter mische. Dass ihm das auch schaden kann, wusste ich bisher nicht.

Mankur ist schon 37 Jahre alt und hat früher lange sehr unter seiner Arthrose gelitten, vor allen Dingen bei Nässe. Ich hörte dann davon, dass Ingwer helfen soll und habe ihm diesen Tansania-Ingwer bestellt. Zuerst wollte Mankur den nicht gern fressen, denn Ingwer ist ja sehr aromatisch und bei viel davon merkt ein Pferd das schon. Ich habe dann den Tipp bekommen, ihn vorsichtig daran zu gewöhnen und konnte ihm mit der Zeit mehr unter sein Futter mischen.

Mankur bewegt sich durch den Ingwerzusatz besser. Er scheint weniger Schmerzen zu haben. Ich würde ihm das auch ungern wieder nehmen, weil ich nicht sicher bin, ob er ohne Ingwer überhaupt noch leben würde, denn vorher war es oft kaum mehr zum Mitansehen, wie er gelitten hat.

Kann mir jemand eine unschädlichere Alternative empfehlen?

Liebe Grüße aus Wankendorf von Sandra und Mankur

Antworten

Andrea 8. März 2015 um 12:44

Liebe Sandra,

der Johnnyboy hat auch Probleme mit den Gelenken. I kenn das, das war so schlimm früher, i hab oft dacht, er mog nicht mehr. Ingwer hat geholfen, bei Johnnyboy auch, aber auch Teufelskralle, Sandra. Vielleicht probierst das mal alternativ beim Mankur.

I hab hier gelesen, Teufelskralle soll langfristig besser sein, Ingwer doch mehr was für kurze Einsätze, wenn man Natur halt lieber mag.

Unserm Johnnyboy hilft Teufelskralle genauso gut, wie gesagt. Er ist auch alt und I weiß net, ob ich ihn noch hätt, wenn ich’s ihm net geben tät, scho 29 auch und ein Warmblut, kein Isi, die ja meistens doch älter werden.

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