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Hufrehe bei Pferden: Das sollten Sie wissen

Viele Pferde erkranken im Laufe ihres Lebens an Hufrehe, einer Entzündung der Klauenlederhaut. Diese Pferdekrankheit ist extrem schmerzhaft, führt zu einer deutlichen Bewegungseinschränkung und kann auch tödlich verlaufen.

In Kürze:

  • Hufrehe muss leider jedem Pferdehalter ein Begriff sein. Denn es gilt die Huferkrankung so schnell es geht zu erkennen, um Langzeitfolgen einzudämmen.
  • Fast immer hinterlässt die Krankheit bei dem betroffenen Pferd bleibende Spuren und es muss nach dem ersten Schub Hufrehe bereits als chronisch krank eingestuft werden. Eine lebenslange Diät ist im Anschluss unerlässlich.
  • Bei der Hufrehe Diät geht es vor allem um die Futterqualität und die Auswahl der Futtermittel.

Lesen Sie im Beitrag was zu vermeiden ist, wie Hufrehe erkannt werden kann, welches Futter geeignet ist und welche Ursachen verantwortlich sind.

Abhilfe bei Hufrehe

Da Hufrehe eine häufige Erkrankung bei Pferden ist, gibt es von unterschiedlichen Herstellern passende Futtermittel.

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Ursachen für Hufrehe

Die Gründe für das Auftreten von Hufrehe ist immer eine fehlerhafte Blutzirkulation in der Huflederhaut. Die Auslöser der Hufrehe können dabei sehr unterschiedlich sein.

Hufrehe bei Pferden

Quelle: Bleizucker/ Wikipedia

Die häufigste Ursache liegt in einer falschen Fütterung, daher ist auch von einer „Futterrehe“ die Rede.

  • Zu viel Futter mit hohem Kohlehydrate Gehalt kann zu Hufrehe führen. Denn dadurch werden Stoffwechselkrankheiten gefördert, die zu im Dickdarm zu einem Milchsäure-Überschuss führen und in der Folge Giftstoffe freisetzen.
  • Auch die Aufnahme von einer sehr großen Menge kaltem Wasser soll zu einer Futterrehe führen können, weil dadurch die Darmflora geschädigt wird.
  • Auch die Fütterung auf der Weide sollte vom Pferdehalter überprüft werden. Denn es gibt Pflanzen, die das Pferd nur in begrenzter Menge aufnehmen sollte. Dazu finden Sie unten weitere Informationen.

Ähnlich wie bei der Futterrehe, ist auch eine sogenannte „Vergiftungsrehe“ auf eine Schädigung der Darmflora zurückzuführen. In diesem Fall führt die Aufnahme von Giftpflanzen (z.B. Wicken, Eicheln) oder Schimmel, Pestiziden oder ähnlichen schädlichen Stoffen zu einer Hufrehe. Auch der Biss einer Schlange kann eine Vergiftungsrehe auslösen.

Eine Überanstrengung der Hufe kann zu sogenannter „Belastungsrehe“ führen. Das kann eine zu hohe Belastung nach langen Stallphasen sein, ein zu langer Marsch auf hartem Untergrund oder einseitiger Belastung einzelner Hufe, weil nicht alle einsetzbar sind.

Auch durch eine Gebärmutterentzündung nach der Geburt eines Fohlens kann zu Hufrehe führen. Bei der sogenannten „Geburtsrehe“ verbleiben Teile der Nachgeburt in der Gebärmutter, was die Entstehung von Bakterien fördert.

Aber nicht nur die oben genannten Punkte können den Ausbruch einer Hufrehe befördern, auch Koliken, Kreuzverschlag, lokale Entzündungen oder eine falsche Hufbearbeitung können eine Ursache sein. Es ist auch bekannt, dass manche Pferderassen anfälliger für Hufrehe sind als andere, weshalb genetische Aspekte diskutiert werden.

Wenn Sie Ihr Pferd oder Pony vor Hufrehe schützen möchten, kann es nicht schaden, das Tier von vornherein besonders umsichtig zu füttern. Das trifft unter anderem auch auf das Anweiden und das Umweiden im Spätsommer zu, denn der Mai und der September sind die beiden Monate, in denen die meisten Pferde Hufrehe bekommen. Im September ist das noch häufiger der Fall als im Mai.

Symptome einer Hufrehe

Durch oben genannte Gründe kommt es bei Hufrehe zunächst zu einer schlechteren Durchblutung der Huflederhaut. Das kann in nur einem Huf, in mehreren oder alle Hufen der Fall sein.

Zu der Zeit werden Sie noch nichts vom Ausbruch der Hufrehe bemerken, sondern erst dann, wenn sich in den betroffenen Hufen eine Entzündung bildet, die aufgrund der Enge in der Hufkapsel extrem schmerzhaft ist.

  • Häufig strecken die Pferde dann die Hufe weit nach vorn und verlagern das Gewicht auf die gesunden Hufe. Es können auch einzelne Hufe stärker oder allein betroffen sein. Dann sieht die Schonhaltung bei Hufrehe anders aus. Eine Schonhaltung ist also schon einmal ein alarmierendes Anzeichen.
  • Besonders unter den Kronenrändern der betroffenen Hufe wird der Huf unnatürlich warm und schwillt an. Außerdem ist ein verstärktes Pulsieren der Blutgefäße in der Fesselbeuge zu bemerken.
  • Sollten Sie einen unnatürlich Gang bemerken, der einzelner Hufe entlasten soll, ist ebenfalls die Alarmglocken läuten. Das äußert sich in kurzen und flachen Schritten, die steif wirken. Vor allem beim Wenden lässt sich der unnatürliche Gang feststellen.
  • Beim Untersuchen der Hufe ist zudem ein starkes Pulsieren der Zehenarterie zu bemerken und die Schmerzempfindlichkeit ist erhöht.
  • Auch ein erhöhter Atem und Puls kann ein Anzeichen sein. Ebenfalls tritt in einigen Fällen Fieber auf.
  • Die Krankheit kann unbehandelt so schlimm werden, dass die Pferde nicht mehr aufstehen können und nur noch liegen. Wenn Sie rechtzeitig einen Tierarzt dazu holen oder bereits Erfahrung mit der Krankheit haben und selbst schnell handeln, kann diese schlimme Phase des Liegens aber meistens vermieden werden.

Typisches Langzeitfolge: Wendeschmerz

Sehr lange wird Ihr Pferd den für Hufrehe typischen Wendeschmerz zeigen, auch wenn das Schlimmste schon überstanden ist.

  • Das liegt an den Schäden, die fast immer durch den Hufrehe-Schub im Huf entstehen. Hier fressen sogenannte Matrix-Metalloproteinasen mehr Lamellengewebe im Huf weg als durch den Stoffwechsel in der gleichen Zeit wieder aufgebaut werden.
  • Das führt zum Absinken des Hufbeine in Richtung Hufsohle und zur Ausbildung der bei Hufrehe typischen verbreiterten weißen Linie, die normalerweise wenige Millimeter schmal ist, bei Hufrehe aber mehrere cm breit werden kann.
  • Weil die Hufe so vollkommen instabil werden, können die Pferde keine engen Wendungen mehr laufen und zeigen deshalb monatelang den Wendeschmerz, bis die Schäden im Huf teilweise heraus gewachsen sind.

Behandlung von Hufrehe

Wenn Sie Hufrehe behandeln und durch Ihren Tierarzt oder Tierheilpraktiker behandeln lassen, geschieht dies auf vielfältige Weise.

  • Der Tierarzt kann Ihrem Pferd entweder einen Aderlass vornehmen, um Giftstoffe aus dem Körper zu befördern oder aber Heparinspritzen geben und verschreiben. Ist es sehr schlimm, kann auch vorübergehend ein Schmerzmittel verabreicht werden. Das sollte aber nicht zu lange geschehen, weil sonst wiederum die Heilung verzögert würde.
  • Vorzuziehen sind hierbei, wenn es denn nötig ist, Schmerzmittel zu verabreichen, die zu den sogenannten COX-2-Hemmern zählen, also in erster Linie die Cyclooxygenase 2 hemmen und nicht die gesamte Prostaglandinsynthese stören. Da diese COX-2-Hemmer aber nach längerem Gebrauch Magenblutungen verursachen können, sollten sie nach Möglichkeit nicht länger als eine Woche gegeben werden.

5 Schritte für Pferdehalter

  1. Sie selbst können die Hufe durch Wasseranwendungen kühlen. Das sorgt für eine Linderung der Schmerzen und kann weitere Schwellungen abmildern. Es können auch mit kaltem Wasser gefüllte Eimer oder Wannen genutzt werden, um die Hufen zu kühlen.
  2. Weiterhin ist es wichtig, ein Pferd im Hufreheschub unbedingt vorübergehend ganz von der Weide zu nehmen und außerdem mit besonders gutem Heu zu füttern, das unter keinen Umständen mit Giftpflanzen, Schimmel oder dergleichen verunreinigt und gut abgelagert sein sollte.
  3. Sie können auch selbst Kräuter wie Klettenkraut und Brennesseln oder aber Weidenzweige verfüttern, auch Mariendistel und Omega-3-haltige Ölsamen sowie Bierhefe haben sich bei Hufrehe als besonders hilfreich bewährt.
  4. Da Ihr Pferd sehr verspannte Muskeln haben wird, sollten Sie es viel striegeln und massieren. Das hilft ihm körperlich und auch psychisch, denn es wird Ihre Nähe suchen, weil es ihm sehr schlecht geht.
  5. Achten Sie auch auf einen weichen Untergrund des Stalles oder der Pferdebox. Das kann durch Einstreu oder durch Gummimatten erreicht werden.

Es ist gut, wenn Ihr Pferd einerseits von anderen Pferden im Auslauf nicht gejagt werden kann, weil es sehr schlecht laufen kann, aber dennoch nicht ganz allein ist. Isolation ist für ein Pferd Stress und auch Stress kann Hufrehe auslösen. Wenn ein besonders friedliches Pferd da ist, können die beiden zusammen laufen, sonst ist es besser, wenn andere Pferde nur in der Nähe über den Zaun erreichbar sind, bis Ihr Pferd wieder besser zu Fuß ist.

Vorbeugung bei Hufrehe

Es ist nicht nur wichtig die Augen nach Symptomen offen zu halten, es lassen sich auch Vorkehrungen treffen, damit das Risiko einer Hufrehe verringert wird.

  • Da jedes Pferd Hufrehe bekommen kann, ist es immer wichtig, im Frühling beim Anweiden sehr vorsichtig zu sein. Pferde sollten nicht von heute auf morgen vom Stall auf eine üppige Weide gelassen werden. Das gilt auch für einen trockenen Sommer, wenn die Pferde wieder auf ein nachgewachsenes Weidestück kommen.
  • Es gibt eine Reihe von Pflanzen und Futtermitteln, die mit Vorsicht einzusetzen sind. Viel Klee ist ungünstig und kann Hufrehe auslösen, auch sehr viel Deutsches Weidelgras oder eine andere Weidelgrassorte. Giftpflanzen wie Sumpfschachtelhalm, Jakobskreuzkraut und vieles mehr können ebenfalls Hufrehe auslösen, ebenso im Herbst Bucheckern oder Eicheln im Übermaß.
  • Im Winter tritt Hufrehe meistens auf, wenn sich im Heu oder der Heulage Schimmelpilze oder aber Giftpflanzen befinden. Achten Sie deshalb unbedingt auf gutes Heu. Auch das Stroh sollte einwandfrei sein.
  • Lahmt Ihr Pferd häufiger nach der Hufbehandlung, ist es ratsam, Ausschau nach einem anderen Schmied oder Hufpfleger zu halten.
  • Ihr Pferd braucht viel Bewegung, die aber kontinuierlich stattfinden sollte. Einmalige Überanstrengung kann Hufrehe sogar auslösen. Regelmäßiges Training wiederum beugt Hufrehe vor.

Futtermittel, die vermieden werden sollten

  • Hufrehe durch Fütterungsfehler entsteht fast immer durch Fehlgärungen im Blinddarm, wodurch Endotoxine ins Blut gelangen.
  • Generell schaden zu viel Stärke und zu viel Zucker, die in der Dünndarmpassage nicht verarbeitet werden können.
  • Kein Pferd sollte mehr als 3 kg Kraftfutter auf einmal bekommen und eines, das zu Hufrehe neigt, erst recht nicht, weil das solche Fehlgärungen provoziert.
  • Besonders schlecht werden nicht hydrothermisch aufgeschlossene Gerste und nicht hydrothermisch aufgeschlossener Mais vertragen und führen schnell zu besagten Fehlgärungen.
  • Junges Gras enthält viel Zucker, Klee viel Stärke, aber auch Gerbsäure, die ebenfalls Hufrehe auslösen kann. Deshalb ist bei Hufrehe die besondere Vorsicht beim Weidegang so wichtig.

Pferde mit Hufrehe Neigung

  • Generell bekommen sehr junge Pferde fast nie Hufrehe, solange sie noch wachsen. Alte Pferde erkranken leichter an Hufrehe als jüngere.
  • Viele Ponyrassen, besonders die Ponyrassen mit Gebirgspony-Genen wie Haflinger, Welsh Ponys, Shetlandponys oder Isländer neigen stärker zu Hufrehe als andere Pferde.
  • Pferde, die zu dick sind und wenig Bewegung haben, bekommen auch schneller Hufrehe als andere. Bei den Fettpolstern sind die Fettpolster, die sich am Mähnenkamm befinden, besonders gefährlich, andere weniger. Man erkennt hieran nämlich, dass diese Pferde bereits mit einer Insulinresistenz zu tun haben. Normale Fettpolster sind oft genetisch bedingt. Ein molliges Kaltblut muss nicht zwingend Hufrehe-gefährdet sein, wenn es keine Hufrehe-typischen Fettpolster am Mähnenkamm hat. Dennoch wäre auch hier ein normales Gewicht gut für das Tier.
  • Wichtig ist, dass jedes Pferd, das einmal Hufrehe hatte, selbst wenn es sich um eine Belastungsrehe handelte, für den nächsten Schub Hufrehe anfälliger ist als eines, dass diese Krankheit noch nie gehabt hat.

 

Fütterung von Hufrehe-Pferden

Pferde, die bereits einen Hufrehe-Schub hinter sich haben, sind anfälliger für einen weiteren Schub. Daher sollte die Fütterung dauerhaft angepasst werden.

  • Das Pferd darf nicht mehr den ganzen Tag auf die Weide, denn es könnte dort zu viel Stärke und Zucker aufnehmen.
  • Füttern Sie Ihr Pferd im Auslauf mit gutem Heu, und zwar im Sommer und im Winter durchgängig. Heulage ist nicht empfehlenswert.
  • Wenn möglich, darf Ihr Pferd je nach Empfindlichkeit zwischen einer und mehreren Stunden auf die Weide, auch auf eine Winterweide, wenn vorhanden. Wie lange das geht, müssen Sie vorsichtig selbst herausfinden. Bei viel Klee ist besondere Vorsicht angesagt und der Weidegang muss kürzer ausfallen oder der Teil der Weide mit viel Klee abgesperrt werden.
  • Ihr Pferd sollte als Zufutter ein speziell für Hufrehe erdachtes Müsli bekommen. Es gibt von diversen Herstellern sehr gute Futtermischungen für diese Pferde. Richten Sie sich bei der Menge bitte an die Fütterungsempfehlung des Herstellers und achten Sie dabei auch darauf, an das Gewicht Ihres Pferdes zu denken, weil sich diese Fütterungsempfehlungen meistens auf 100 kg Pferd beziehen.
  • Im Frühling und Herbst können Sie in der besonders gefährlichen Zeit zusätzlich ein Konzentrat speziell für Hufrehe dazu füttern.
  • Ihr Pferd darf zusätzlich durchaus einmal einige Karotten, eine Apfel, eine Banane und dergleichen bekommen, auch einige Leckerlis, aber geben Sie ihm nicht zu viel auf einmal. Seien Sie besonders vorsichtig mit Brotresten, die ein Rehepferd nur ganz sparsam bekommen darf.
  • Sie können ein Rehe-Müsli auch mit guten Omega-3-Ölen wie Leinöl, Schwarzkümmelöl oder Ölsamen wie Schwarzkümmel, Leinsamen, Bockshornkleesamen oder Hanfnüssen ergänzen.

Beispiel Futterplan

Dieser Futterplan gilt nicht für Pferde im akuten Hufreheschub, sondern für solche, die zur Zeit nicht an Hufrehe erkrankt sind, sondern dazu neigen. Da Hufrehe viele Gründe haben kann, kann es bei einzelnen Pferden so sein, dass sie einen speziellen und sehr individuellen anderen Futterplan benötigen.

Pro 100 kg Gewicht braucht ein Pferd mit der Neigung zu Hufrehe folgendes Futter:

  • Einen Salzleckstein zur freien Verfügung
  • Ausreichend Wasser rund um die Uhr (ein Pferd braucht ca. 50 l am Tag, manchmal auch mehr)
  • Im Sommer nur stundenweise Weidegang (wie lange, muss individuell ausprobiert werden). Die meisten Pferde, die zu Hufrehe neigen, vertragen Weidegang nur stundenweise und bei viel Klee auf der Weide noch kürzer. Es gibt aber auch Ausnahmen und Rehepferde, die gar keinen Weidegang oder aber später doch wieder Weidegang den ganzen Tag über vertragen.
  • Im Sommer gutes Heu zur freien Verfügung dazu, im Winter Heu rund um die Uhr zur freien Verfügung
  • ca. 250 g extra Möhren für die Haut
  • 200 – 350 g Spezialmüsli für zu Hufrehe neigenden Pferden, am besten auf mehrere Mahlzeiten am Tag verteilt. Das Spezialmüsli für zu Hufrehe neigenden Pferden sollte stärke- und energiearm, aber reich an Fasern sein, unbedingt viele Vitalstoffe, gute kalt gepresste Futteröle mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren oder derartige Ölsamen, für Rehepferde geeignete Kräuter und Bierhefe enthalten.
  • In den Monaten Mai und September aufgrund der besonders hohen Hufrehegefahr zusätzlich 20 g täglich von einem guten Schutzkonzentrat, das auch zum Zufüttern im akuten Reheschub geeignet ist.
  • Ab und zu ein Leckerli oder ein Stück Obst und Gemüse darf zusätzlich als Belohnung gegeben werden

Achtung: Die Verträglichkeit des Futters unterscheidet sich von Tier zu Tier. Daher sollte der Futterplan nur als Anregung dienen und aufgrund von Beobachtungen individuell angepasst werden.

Zusammenfassung

Huferehe ist eine schmerzhafte und gefährliche Krankheit für Pferde. Durch unterschiedliche Ursachen kann die Entzündung der Klauenlederhaut der Hufe ausgelöst werden.

Jeder Pferdehalte sollte sich zumindestens rudimentär über die Krankheit auskennen, wissen welche Gefahrenquellen vorliegen, wie typische Symptome aussehen und welche Gegenschritte eingeleitet werden können.

Wenn es bereits zu spät ist und der erste Hufrehe-Schub beginnt, dann sollten Sie in jedem Fall professionelle Hilfe zu Rate ziehen. Als Erstversorgung ist Kühlen angesagt und eine schnelle Futteranpassung, alles weitere muss der Tierarzt entscheiden.

Denn es gilt vor allem die Ursache zu finden, damit die Gefahrenquelle vermieden werden kann und das Pferd nicht erneut oder andere Artgenossen erkranken. Einige Futtermittel sollten auch bewusst vermieden werden, lesen Sie dazu oben im Beitrag weiter, damit Sie diese ausschließen können.


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