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Biotin für Pferde

Biotin ist ein Vitamin, das im Körper Ihres Pferdes viele wichtige Aufgaben übernimmt. Es entfaltet seine Wirkung als Coenzym an diversen wichtigen Punkten im Intermediärstoffwechsel.

Biotin ist nicht fettlöslich, kann vom Körper kaum gespeichert werden und wird laufend verbraucht, da es nicht nach allen Stoffwechselvorgängen neu aufgebaut werden kann.

Im Beitrag wird der Bedarf, die Futtermenge und folgen einer Unterversorgung aufgezeigt. Sollte es an Biotin fehlen, kann das schlimme Folgen für Ihr Pferd haben, zum Beispiel brüchige Hufe. Denn für stabile Pferdehufe ist Keratin unerlässlich, welches wiederum Biotin benötigt.

Biotin für Pferde kaufen

Bei einer festgestellten Mangelerscheinung an Biotin sollten Sie schnell handeln und die Fütterung umstellen. Es gibt auch abgestimmte Futtermischungen, die einen hohen Anteil an Biotin bieten.

  • Zur Festigkeit von Horn und Hufe
  • Auch mit Zusatz von Methionin und Zink

Die Wirkung von Biotin

Biotin ist, außer für die Stabilität und Qualität des Hufhorns noch für weitere Vorgänge maßgeblich.

  • Das Biotinenzym wird zunächst gebraucht, um Pyruvat in Oxalacetat zu überführen. Ocalacetat kann im Pferdekörper verschiedene Aufgaben übernehmen. Es dient als Zwischenprodukt im Stoffwechsel, um über den Citratcyklus alle für die Atmungskette wichtigen Zwischenprodukte zu synthetisieren, die dann in ATP, also lebenswichtige Energie überführt werden können.
  • Oxalacetat kann aber auch bei Bedarf aus Pyruvat wieder Glucose aufbauen und dem Stoffwechsel erneut über den Kohlenhydratabbau zur Verfügung stellen.
  • Genauso wichtig ist das Biotinenzym, um aus dem Oxalacetat gemeinsam mit dem Aufbau neuer Glucose die so wichtigen freien Fettsäuren zu bilden, die Pferde in großen Mengen benötigen, denn über diese freien Fettsäuren wird über die Beta-Oxidation der Fettsäuren auch insulinunabhängig Energie im Pferdekörper bereitgestellt.

Da viele Pferde aufgrund von Überzüchtung heute zur Insulinresistenz neigen, ist diese Möglichkeit der Energiegewinnung oft besonders wichtig für das Pferd.

Biotinbedarf bei Pferden

Biotin ist in Bezug auf die Nahrung von Pferden vor allen Dingen in den Blättern von Grünfuttermitteln enthalten. Es befindet sich also in frischem Gras und anderen Blattgewächsen sowie in Heu. Einen hoher Anteil ist zudem in Karotten enthalten.

Der Bedarf an Biotin wird von der jeweiligen Situation des Pferdes beeinflusst. So benötigt ein gesundes, ausgewachsenes Pferd (600kg) rund 0,6 Mikrogramm pro Tag.

Pferde im Wachstum haben einen erhöhten Biotinbedarf. Es gibt aber noch andere Phasen, in denen sich der Bedarf an Biotin erhöht:

  • Hochtragende oder säugende Stuten haben einen rund 5 Mal höheren Bedarf
  • Zuchtstute in der Trächtigkeitsphase
  • Pferde mit Hufproblemen können, so lange Bedarf besteht, mit einem Biotin-Präparat aufgepeppelt werden.

Wann entsteht Biotin-Mangel

Ein Biotinmangel kann vor allen Dingen dann entstehen, wenn ein Pferd nur wenig oder keinen Weidegang erhält, was in den Wintermonaten in unseren Breitengraden sehr häufig der Fall ist und bei manchen Pferden auch in den Sommermonaten so sein kann.

Bei gut gemachtem Heu wird das nicht passieren, aber der Biotinmangel kann entstehen, wenn Heu von schlechter Qualität ist. Aber auch zu viel frisches Weidegras sowie eine Überfütterung mit Getreide kann die körpereigene Biotin-Synthese einschränken.

Folgen von Biotin Mangel

Genau genommen schädigt dieser Vitaminmangel an einem lebenswichtigen Vitamin, das maßgeblich an der Bereitstellung von Energie beteiligt ist und bei dessen Fehlen ein Pferd sehr schnell übersäuern und schwer krank werden kann, Ihr Pferd in jeder einzelnen Körperzelle.

Durch eine Unterversorgung an Biotin kann die Hufe in Mitleidenschaft gezogen werden. Hornspalten oder Hufrisse können die Folge sein. Generell kann die Festigkeit und Stabilität der Hufe nachlassen.

Zeichen bei Biotinmangel

Folgeerscheinungen können sein: Haarausfall und Haarverfärbungen, schuppige Haut, borkige Stellen auf der Haut, Muskelschmerzen und andere Störungen im Muskelstoffwechsel, Erschöpfung, Appetitlosigkeit, Depressionen, Fruchtbarkeitsstörungen und bei säugenden Stuten Problemen in der Milchproduktion.

Biotin für Pferde

Quelle: Vinayaraj/ Wikipedia.org

Wie daran unschwer zu erkennen ist, sind Probleme mit dem Wachstum der Hufe, für das Biotin landläufig bekannt ist, nur ein winziger Teilbereich der Störungen durch Biotinmangel. Dieser Mangel kann Ihr Pferd schwer krank machen.

Fazit: Was tun bei Biotin-Mangel

Ist eine Unterversorgung an Biotin fest zu stellen, können Sie Ihrem Pferd vorübergehend mit einer Biotin-Supplementierung über ein Biotin-Präparat wieder auf die Beine helfen. Die oben genannten Zeichen für Mangelerscheinungen sollten Sie dabei im Blick behalten, damit Sie frühzeitig eingreifen können.

Langfristig sollten Sie aber darauf achten, die Fütterung Ihres Pferdes so zu gestalten, dass seine Darmflora ungestört arbeiten und genug Biotin zur Verfügung stellen kann. Dazu braucht Ihr Pferd genug, aber nicht zu viel Weidegang, gesundes Heu ohne darin enthaltene Schadstoffe und genug, aber nicht zu viel Getreide für seinen individuellen Bedarf. Auch natürliche Vitalstofflieferanten für B-Vitamine wie Bierhefe in einem guten Müsli können hier hilfreich sein.


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