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Bierhefe für Pferde

Bierhefe ist ein natürliches Abfallprodukt der Bierproduktion und ist unter Pferdehaltern aus unterschiedlichen Gründen ein beliebter Futterzusatz.

Im Brauprozess wird Wasser, Hopfen und Gerste vermischt, ideale Voraussetzungen für Mikrolebewesen. Nach der Fermentation wird das Gemisch gefiltert und getrennt, in Bier und Bierhefe.

Der folgende Beitrag bietet Einblicke, warum Bierhefe ein guter Zusatz zum Futter ist, welche Futtermenge empfohlen wird und welche Nebenwirkungen auftreteten können.

Bierhefe für Pferde kaufen

Bierhefe kann von einer örtlichen Brauereien bezogen werden. Am besten fragen Sie nach, ob es möglich ist hin und wieder eine gewisse Menge zu bekommen. Falls es nicht möglich ist, können Sie online Bierhefe kaufen.

  • Fördert Magen und Darm Tätigkeit
  • Reich an Vitamin B und Aminosäuren

Inhaltsstoffe und Wirkung von Bierhefe

Bierhefe ist reich an unterschiedlichen Mineralien, beispielsweise Zink und Eisen sowie Vitamin B. Wie bei fast allen Futterergänzungen wird eine Zugabe über einen längeren Zeitraum empfohlen.

  • Damit ist Bierhefe vor allem gut für die Schönheit und Widerstandskraft von Hufen, Haut und Fell und stärkt das Immunsystem.
  • Zudem wirkt sich Bierhefe beruhigend auf die Darmflora des Pferdes aus. Die Mikrolebewesen entschlacken den Magen-Darm Trakt und sorgen für eine bessere Verdauung.

Mögliche Nebenwirkungen

Nebenwirkungen können bei einer Überfütterung auftreten, so kann das Pferd an Gewicht zunehmen. Da Bierhefe das Verhältnis zwischen Calcium und Phosphor beeinfluss ist ebenfalls die Verteilung zu überwachen, da sonst langfristig Knochenschädigungen auftreten können.

Mit oder ohne Treber?

Bierhefe gibt es mit und ohne Treber. Als Treber werden ausgelaugte Malzrückstände bezeichnet, diese enthalten viel Eiweiß und wenn der Treber noch sehr frisch ist zudem viele lebende Hefen. Daher sollte Bierhefe mit Treber nur in Maßen zugefüttert werden, sonst können Verdauungsprobleme entstehen.

Wann wird Bierhefe empfohlen

Bierhefe ist reich an Vitaminen, Aminosäuren und Enzymen und kann das Pferd in Phasen hoher Belastung unterstützen.

  • Gerade wenn die nächste Weidesaison ansteht und wieder frisches Gras gefüttert wird leiden viele Pferde unter Durchfall und Blähungen. Bierhefe kann hierbei eine sinnvolle Nahrungsergänzung darstellen, da es den Magen beruhigt und somit für Abhilfe der Beschwerden sorgen kann.
  • Auch für die beiden Fellwechsel Phasen im Jahr kann Bierhefe, unterstützend wirken. Generell wirkt sich der Nahrungszusatz auch positiv auf die Hufe der Pferde aus.

Dosierung von Bierhefe

Es gibt sehr unterschiedliche Meinungen was die die Dosierungsmenge an Bierhefe pro Tag beträgt. Die genaue Menge sollte sich nach der frische der Bierhefe sowie Stoffwechsel und Beanspruchung des Tieres richten.

Bei unbeanspruchten Pferden werden pro 100kg Gewicht 10g – 20g Bierhefe pro Tag empfohlen.

Bei Fertigprodukten sollten Sie unbedingt die Herstellerinformationen lesen, die Futtermenge schwankt zwischen 10g bis 50g pro 100kg Körpergewicht am Tag. Die hohen Unterschiede liegen daran, dass die Zusammensetzung des Futters variiert und die Menge auf das Tier abgestimmt werden muss.

Am besten wird langsam mit der Fütterung begonnen und die Verträglichkeit beobachtet. Es ist auch auf das Gewicht des Pferdes zu überwachen, da Bierhefe zu einer verbesserten Nährstoffverwertung beiträgt. Je nach Verträglichkeit kann Bierhefe auch ein fester Bestandteil im Ernährungsplan des Pferdes werden.

Brauerei und Bierhefe

Quelle: Pfluegl /Wikipedia.org

Fazit & Leser Kommentare

Als Fazit kann man sagen, dass Bierhefe eine tolle Futterergänzung ist, jedoch sollte der Einsatz vorsichtig begonnen und von Pausen begleitet werden.

Die Auswirkungen gilt es genau zu beobachten und die Dosierung entsprechend anzupassen. Denn die Herausforderung bei der Futterplanung ist es Einflussfaktoren, wie Belastungsintensität, das aufgenommen Futter, Vorerkrankungen, Mangelerscheinungen etc. korrekt einzuschätzen und im Anschluss eine angemessene Menge an Bierhefe zu wählen. Fertigmischungen treffen in der Regel die breite Masse, können aber für ein einzelnes Pferd ungeeignet sein.


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Kommentare


Carmen 14. März 2015 um 23:55

Unser Campino hat leider eine Hufrehe-Neigung. Vor etlichen Jahren war das sehr schlimm. In einem Forum über diese Krankheit suchten viele andere Betroffene und ich gemeinsam nach Lösungen, wie man diese Pferde am besten füttern könnte. Sehr bald entdeckten wir, wie wichtig für diese Pferde genug Vitamine der B-Gruppe sind, und darunter ganz besonders auch das Vitamin B1.

Wir begannen deshalb alle, unseren Müslimischungen zusätzlich ein bisschen Bierhefe unterzumischen und stellten auch gemeinsam fest, dass das sehr hilfreich für unsere Pferde war. Inzwischen hat sich das wohl auch bei vielen Futtermittelherstellern rumgesprochen und oft enthalten Müslimischungen für Pferde mit Hufreheneigung schon gewisse Mengen an Bierhefe.

Die kann man so fertig kaufen oder wer mag, aber nach wie vor mit extra Bierhefe mixen. Meine gesunden Pferde bekommen übrigens auch alle Bierhefe und haben ganz tolles Fell, denn Bierhefe schadet keinem Pferd, ist aber wie gesagt bei Pferden, die zu Hufrehe neigen, besonders zu empfehlen.

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